On-Premises
On-Premises bezeichnet IT-Systeme, die auf eigener Hardware in eigenen oder angemieteten Räumen betrieben werden — Beschaffung, Wartung, Kapazitätsplanung und Lebenszyklus liegen beim Betreiber selbst. Abgegrenzt wird der Begriff gegen den Cloud-Betrieb, bei dem Infrastruktur als Dienst bezogen wird. Gründe für On-Premises sind Latenzanforderungen in Produktion und Konstruktion, regulatorische Vorgaben zur Datenhaltung, laufende Abschreibungszyklen und Anwendungen ohne Cloud-Variante. In der Praxis dominiert heute nicht die Entweder-oder-Entscheidung, sondern der hybride Betrieb aus lokalem Fundament und Cloud-Diensten.
On-Premises in der Praxis
On-Premises ist keine Alt-Technologie, sondern eine bewusste Betriebsentscheidung für Workloads, bei denen Datenhoheit, Latenz oder Verfügbarkeit lokal gelöst werden müssen. Der Unterschied zur Cloud liegt weniger in der Technik als in der Verantwortung: Kapazität muss vorab dimensioniert werden, Ausfallsicherheit entsteht durch Redundanz im eigenen Rechenzentrum, und der Hardware-Lebenszyklus bestimmt den Modernisierungstakt. Ein harter Taktgeber ist der Herstellersupport — Windows Server 2016 verlässt am 12. Januar 2027 den erweiterten Support; danach gibt es Sicherheitsupdates nur noch über kostenpflichtige Extended Security Updates, längstens für drei weitere Jahre.
Moderne On-Premises-Umgebungen sehen deshalb anders aus als vor zehn Jahren: hyperkonvergente Cluster statt getrennter SAN-Silos, NVMe statt rotierender Platten, 10G- oder 25G-Netze statt 1G, Segmentierung statt flacher Netze und unveränderliche Backup-Ziele statt Bandwechsel. Typische Schwachstellen sind fehlende Redundanz auf Hardware-Ebene, ein Backup, das vom Produktivnetz aus erreichbar und damit selbst Angriffsziel ist, sowie ein Active Directory, das über Jahre nur fortgeschrieben wurde.
Alendris plant und baut solche Fundamente als eigene Leistung — von der Bestandsaufnahme über Sizing und Architektur bis zur Abnahme mit dokumentiertem Restore-Test — und legt sie so aus, dass eine spätere hybride Anbindung an Azure ohne Neubau möglich bleibt.