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Definition

Virtualisierung

Virtualisierung trennt Betriebssysteme und Anwendungen von der physischen Hardware: Ein Hypervisor teilt Prozessoren, Arbeitsspeicher, Speicher und Netzwerk in virtuelle Maschinen auf, die unabhängig voneinander laufen, im Betrieb verschoben und als Ganzes gesichert werden können. Typ-1-Hypervisoren wie Hyper-V, VMware ESXi oder KVM setzen direkt auf der Hardware auf; Typ-2-Hypervisoren laufen als Anwendung innerhalb eines Betriebssystems. Virtualisierung ist die Grundlage für Konsolidierung, Hochverfügbarkeit und für jede Form von Cloud.

Im Detail

Virtualisierung in der Praxis

Der praktische Nutzen liegt in vier Punkten: Konsolidierung vieler schwach ausgelasteter Server auf wenige Hosts, Beweglichkeit durch Live-Migration laufender VMs zwischen Knoten, Wiederherstellbarkeit durch das Sichern kompletter Maschinen statt einzelner Dateien und Isolation zwischen Workloads. Die Grenzen liegen heute selten in der Technik: Hyper-V unter Windows Server 2025 unterstützt je Host bis zu 2.048 logische Prozessoren, 1.024 laufende virtuelle Maschinen und 4 Petabyte Arbeitsspeicher mit 5-Level-Paging (256 Terabyte mit 4-Level-Paging); eine Generation-2-VM darf bis zu 2.048 virtuelle Prozessoren und 240 Terabyte Arbeitsspeicher belegen, eine Generation-1-VM nur 64 beziehungsweise 1 Terabyte.

Ein Failover-Cluster fasst bis zu 64 Knoten und 8.000 laufende VMs. Wichtiger als diese Zahlen ist die Auslegung: Generation-2-VMs bringen UEFI, Secure Boot und virtuelles TPM und sind damit Voraussetzung für abgesicherte Gastsysteme; die Konsolidierungsdichte entscheidet über die Lizenzkosten, weil Windows Server nach physischen Kernen lizenziert und Azure Local nach physischen Kernen abgerechnet wird. Ein Hypervisor allein schafft noch keine Verfügbarkeit — dazu braucht es geteilten, redundanten Speicher, etwa aus einem hyperkonvergenten Cluster, und ein Netzwerk, das Live-Migration und Storage-Verkehr gleichzeitig trägt. Seit den Lizenzumstellungen im VMware-Umfeld prüfen viele Mittelständler den Wechsel auf Hyper-V; Alendris bewertet solche Vorhaben im Infrastruktur-Assessment und plant Zielarchitektur, Sizing und Migrationsreihenfolge.

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