IT-Beratung für Industrie & Manufacturing
Fertigung und Maschinenbau treffen 2026 auf drei Regelwerke mit unterschiedlichen Fristen. Das NIS2-Umsetzungsgesetz gilt seit dem 6. Dezember 2025 ohne Übergangsfrist.
IT in der Branche Industrie
Maschinenbau, Kraftwagen- und sonstiger Fahrzeugbau sowie die Herstellung elektrischer Ausrüstungen stehen in Anlage 2 BSIG und zählen damit zu den wichtigen Einrichtungen, sobald die Größenschwelle des § 28 Absatz 2 BSIG erreicht ist: mindestens 50 Beschäftigte oder ein Jahresumsatz und eine Jahresbilanzsumme von jeweils mehr als 10 Millionen Euro. Daraus folgen die zehn Mindestmaßnahmen nach § 30 BSIG, die Meldekette aus 24 Stunden, 72 Stunden und einem Monat nach § 32 BSIG sowie die Schulungspflicht der Geschäftsleitung nach § 38 BSIG.
Parallel greift der Cyber Resilience Act: Seit dem 11. September 2026 müssen Hersteller aktiv ausgenutzte Schwachstellen in Produkten mit digitalen Elementen melden — Frühwarnung binnen 24 Stunden, Meldung binnen 72 Stunden, Abschlussbericht spätestens 14 Tage nach Verfügbarkeit einer Korrekturmaßnahme; die vollständigen Produktpflichten gelten ab dem 11. Dezember 2027. Ab dem 20. Januar 2027 löst die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 die Maschinenrichtlinie ohne Wahlmöglichkeit ab und verlangt Dokumentation zu Software, Netzanbindung und Fernwartung.
Für die Produktionsebene bleibt IEC 62443 der Referenzstandard für Zonen und Übergänge. Konkret heißt das: Leittechnik, MES und Office-IT gehören in getrennte Segmente mit definierten Kommunikationspfaden statt in ein flaches Netz; Fernwartungszugänge der Maschinenlieferanten brauchen Identität und Protokollierung statt offener Ports; Backups müssen unveränderlich sein, weil Ransomware zuerst die Sicherungen angreift. Genau dort setzt Alendris an.
In der Fertigungsindustrie haben wir einen hyperkonvergenten Cluster mit Storage Spaces Direct und NVMe-Storage gebaut, das Netz auf 10G modernisiert und segmentiert — die Serverumgebung hat keinen direkten Internetzugang mehr —, Veeam mit unveränderlichem Speicher implementiert und Active Directory gehärtet: täglich rotierende Passwörter über Fine-Grained Password Policies, Windows Hello for Business und YubiKey, gMSA statt statischer Dienstkonten, privilegierter Zugriff ausschließlich über Jump Host.
In einem zweiten Fertigungsprojekt kamen Mikrosegmentierung mit definierten Kommunikationspfaden, CIS-Benchmark-Härtung mit Level 1 flächendeckend und Level 2 für kritische Systeme, Microsoft Intune mit Autopilot sowie EDR und SIEM hinzu.
Typische Herausforderungen
- Veraltete Office-IT trifft hochmoderne Industrie-4.0-Anlagen — fehlende Integration
- OT/IT-Trennung: Produktions-Netze (SCADA, MES, ERP) müssen sicher gegen Office-IT segmentiert werden
- Ransomware-Risiko mit Produktionsstillstand-Konsequenzen (Mio.-Euro-Tagesschäden)
- Microsoft-Lizenz-Komplexität bei Engineering-Workplaces (CAD-Server, RDS, Spezial-Software)
- Demografie: erfahrene IT-Mitarbeiter gehen in Rente, Wissenstransfer fehlt
Relevante Compliance-Frameworks
Schwerpunkte in dieser Branche
Aus der Praxis dieser Branche
- Zero-Trust-Infrastruktur vom Rechenzentrum bis zum Remote-ArbeitsplatzKomplettmodernisierung von Server-Infrastruktur, Identität und Remote-Zugriff zu einer durchgängigen Zero-Trust-Architektur — von hyperkonvergentem Storage über gehärtete Server- und Client-Baselines bis zu sicherem Remote-Arbeiten ohne ein einziges öffentlich erreichbares Gerät.
- Komplette Erneuerung der IT mit Security by DesignUmfassende IT-Modernisierung mit Fokus auf Ransomware-Resilienz, Zero Trust und Modern Workplace.
- Erfolgreicher IT-Carve-out einer kompletten InfrastrukturVollständiger IT-Carve-out mit strukturierter Entflechtung, Migration zentraler IT-Services und sicherer Übergangsphase ohne unnötige Ausfallzeiten.