Zum Hauptinhalt springen
FAQ

Cybersecurity, NIS2 & Compliance

Antworten zu NIS2-Compliance, KRITIS, BSI Grundschutz, ISO 27001, Zero Trust Architecture, Microsoft Defender und SOC-Aufbau im DACH-Raum.

Antworten

Häufige Fragen

Brauchen wir wirklich Zero Trust?

Wenn Ihre Mitarbeiter remote arbeiten, Cloud-Dienste nutzen oder Sie sensible Daten verarbeiten: ja. Zero Trust ist kein Trend, sondern die Antwort auf eine veränderte Bedrohungslage.

Unterstützt ihr bei Zertifizierungen wie ISO 27001?

Ja, wir begleiten Sie von der Gap-Analyse über die Implementierung bis zur Audit-Vorbereitung. Viele unserer Kunden haben mit unserer Unterstützung erfolgreich zertifiziert.

Was passiert bei einem Security-Vorfall?

Wenn Sie unsere Managed Security Services nutzen, reagieren wir sofort. Wir analysieren den Vorfall, dämmen ihn ein und unterstützen bei der Wiederherstellung. Für alle anderen bieten wir Incident Response auf Abruf.

Wer ist von NIS2 betroffen?

NIS2 betrifft Einrichtungen in 18 definierten Sektoren (u. a. Energie, Gesundheit, Finanzen, Transport, digitale Dienste). Nach § 28 BSIG gilt: besonders wichtige Einrichtungen ab 250 Beschäftigten oder über 50 Mio. € Jahresumsatz und über 43 Mio. € Bilanzsumme, wichtige Einrichtungen ab 50 Beschäftigten oder mit Jahresumsatz und Bilanzsumme von jeweils über 10 Mio. €. Unabhängig davon können Zulieferer und Dienstleister über die Lieferkette betroffen sein. Die Umsetzung ist in Deutschland über das NIS2UmsuCG geregelt, das seit dem 6. Dezember 2025 in Kraft ist.

Was sind die NIS2-Strafen bei Nichteinhaltung?

Das NIS2-Umsetzungsgesetz (NIS2UmsuCG, in Kraft seit 6. Dezember 2025) sieht in § 65 BSIG Bußgelder von bis zu 10 Mio. € — bei einem Gesamtumsatz über 500 Mio. € bis zu 2 % des Gesamtumsatzes — für besonders wichtige Einrichtungen vor, und bis zu 7 Mio. € bzw. 1,4 % für wichtige Einrichtungen. Zusätzlich trifft die Geschäftsleitung eine Billigungs- und Überwachungspflicht für die Risikomanagementmaßnahmen, für deren Verletzung sie haftet.

Wie lange dauert eine NIS2-Compliance-Umsetzung?

Eine vollständige NIS2-Compliance braucht typisch 6–12 Monate: Gap-Analyse 3–4 Wochen, priorisierte Quick Wins 2–3 Monate, strukturelle Maßnahmen (Governance, Risikomanagement, Incident Response, Supply Chain Security) 4–9 Monate. Wir fokussieren zuerst die größten Compliance-Gaps.

Was ist der Unterschied zwischen Zero Trust und einer klassischen Firewall-Lösung?

Klassische Sicherheit setzt auf Perimeter-Schutz: alles im internen Netzwerk gilt als vertrauenswürdig. Zero Trust kehrt das Prinzip um — jeder Zugriff wird verifiziert, unabhängig vom Standort. Basierend auf Identität, Gerätestatus und Kontext. Besonders wichtig bei Remote-Arbeit, Cloud-Services und SaaS — wo der klassische Perimeter nicht mehr existiert.

Was ist der Unterschied zwischen Managed Services und klassischem IT-Support?

Managed Services sind proaktiv: Wir überwachen, optimieren und handeln, bevor Probleme entstehen. Klassischer Support reagiert erst, wenn etwas kaputt ist. Das spart Ihnen Ausfälle und Stress.

Wie schnell reagiert ihr bei Störungen?

Jeder Vorfall wird nach Auswirkung und Dringlichkeit eingestuft — ein Totalausfall eines geschäftskritischen Systems läuft in einer anderen Bahn als eine Einzelanfrage. Welche Reaktionszeit je Stufe gilt, legen wir im Vertrag fest, weil sie davon abhängt, welche Systeme Sie als kritisch benennen und welches Betriebsmodell Sie wählen. Innerhalb der Servicezeit von Montag bis Freitag, 08:00 bis 17:00 Uhr, erreichen Sie einen festen Ansprechpartner statt einer Warteschleife. Wer eine personelle Reaktion außerhalb dieser Zeiten braucht, wählt Rufbereitschaft oder Managed SOC — das technische Monitoring läuft ohnehin durchgehend.

Ersetzt ihr unser internes IT-Team?

Nein, wir ergänzen es. Managed Services entlasten Ihr Team von Routineaufgaben, damit es sich auf strategische Themen konzentrieren kann. Wir arbeiten als Erweiterung Ihres Teams.

Was kostet Managed Services für unsere IT?

Die Treiber sind: Anzahl der Arbeitsplätze und Server, Zahl der Standorte, Umfang der betreuten Plattformen, gewünschte SLA-Stufe und der Zustand der Umgebung beim Start — eine dokumentierte, gepatchte Landschaft ist im Betrieb dauerhaft günstiger als eine gewachsene. Abgerechnet wird als monatliche Pauschale je Arbeitsplatz und je Server, Projektarbeit außerhalb des vereinbarten Leistungsumfangs nach Aufwand. Getrennt davon laufen Microsoft-Lizenzen und Azure-Verbrauch über Ihre eigenen Verträge: Microsoft Sentinel etwa wird nach eingelesenem Datenvolumen in Gigabyte abgerechnet — ein eigener Kostenhebel, den wir im Quartals-Review mitoptimieren.

Welche SLA-Stufen und Servicezeiten gelten?

Unsere Servicezeit ist Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr MEZ, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Bayern. Reaktionszeiten sind vertraglich gestaffelt und ergeben sich aus Auswirkung und Dringlichkeit: Ein Totalausfall eines geschäftskritischen Systems wird anders behandelt als eine Einzelanfrage. Sie erhalten einen festen Ansprechpartner mit Vertretungsregelung, erreichbar per Telefon und E-Mail, auf Deutsch oder Englisch, dazu einen monatlichen Servicebericht und ein Quartals-Review. Das technische Monitoring läuft durchgehend. Personelle Erreichbarkeit außerhalb der Servicezeit ist kein Standard, sondern als Managed SOC oder Rufbereitschaft zubuchbar.

Was passiert bei einem Sicherheitsvorfall außerhalb der Servicezeit?

Die technische Erkennung arbeitet durchgehend: Analyseregeln in Microsoft Sentinel und Microsoft Defender XDR greifen rund um die Uhr, und automatisierte Playbooks können ohne menschliches Zutun ein Konto sperren, eine Sitzung beenden oder ein Endgerät isolieren. Die menschliche Analyse und Kommunikation beginnt im Standardvertrag mit dem Start der nächsten Servicezeit; wer eine schnellere personelle Reaktion braucht, bucht Managed SOC oder Rufbereitschaft dazu. Für regulierte Unternehmen wichtig: Besonders wichtige und wichtige Einrichtungen müssen einen erheblichen Sicherheitsvorfall nach § 32 BSIG binnen 24 Stunden nach Kenntnis erstmelden und binnen 72 Stunden nachmelden — diese Fristen laufen unabhängig von Ihren Betriebszeiten.

Betreut ihr auch On-Premises-Server, oder nur Cloud?

Beides, und in der Praxis fast immer hybrid. Wir betreuen Windows-Server, Hyper-V- und Storage-Spaces-Direct-Cluster, Netzwerkkomponenten und lokale Backup-Infrastruktur auf Veeam-Basis genauso wie Azure und Microsoft 365 — dieselbe Infrastruktur bauen wir im Bereich Infrastruktur und Private Cloud auch selbst auf. Technisch binden wir lokale Server über Azure Arc an, damit sie im selben Monitoring-, Patch- und Richtlinienrahmen landen wie Cloud-Ressourcen. Eine klare Grenze: Hardwaretausch vor Ort und Herstellergarantie liegen bei Ihnen oder Ihrem Lieferanten. Wir koordinieren solche Fälle, ersetzen aber keinen Vor-Ort-Hardwaredienst.

Wie läuft der Wechsel von unserem bisherigen Dienstleister?

In einer Übergabephase mit Parallelbetrieb, nicht an einem Stichtag über Nacht. Zuerst nehmen wir auf, welche administrativen Konten und delegierten Zugriffe überhaupt existieren — diese Liste ist beim Wechsel regelmäßig unvollständig. Dann übernehmen wir Dokumentation und Monitoring, richten Alarmierungs- und Eskalationswege neu ein und schalten die Altzugänge erst nach Abnahme ab. Zwei Punkte gehören früh geklärt: Break-Glass-Konten müssen in Ihrem Besitz sein, und der Dienstleisterwechsel ist vom Lizenzvertrag zu trennen, weil platzbasierte Microsoft-Abonnements nach Ablauf der siebentägigen Kündigungsfrist bis zum Laufzeitende weiterlaufen.

Wie lange dauert das Onboarding in den Managed Service?

Typisch zwei bis vier Wochen bis zum Regelbetrieb. Von Ihnen brauchen wir einen Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis, administrative Zugänge, vorhandene Dokumentation wie Netzplan, Systeminventar und Backup-Konzept, eine Liste der kritischen Anwendungen mit ihren Betriebszeiten, Ihre interne Eskalationskette und die Freigabe, Monitoring-Agents auszurollen. Rechnen Sie in den ersten Wochen mit mehr Alarmen als später: Schwellwerte und Baselines werden erst im laufenden Betrieb scharfgestellt. Am Ende des Onboardings steht ein schriftlicher Leistungsschein, der festhält, welche Systeme betreut werden und welche ausdrücklich nicht.

Wie sieht der Exit aus — bekommen wir Dokumentation und Zugänge zurück?

Beim Vertragsende erhalten Sie die aktuelle Betriebsdokumentation, alle Runbooks, die Monitoring- und Alarmkonfiguration, das Backup-Konzept mit Aufbewahrungsfristen sowie ein Übergabeprotokoll. Zurückzumigrieren gibt es nichts: Ihre Daten liegen ohnehin in Ihrer eigenen Umgebung — im eigenen Microsoft-Tenant in EU-Regionen oder auf Ihren lokalen Systemen — und nie auf einer Alendris-Plattform. Unsere administrativen Konten werden deaktiviert und entfernt, delegierte Zugriffsbeziehungen beendet — das können Sie im Admin Center selbst nachprüfen. Auf Wunsch übergeben wir direkt an den Nachfolge-Dienstleister, inklusive gemeinsamer Übergabetermine. Die Kündigungsfristen stehen im Vertrag und sind nicht an Zusatzleistungen gekoppelt.

Leistungen

Passende Leistungen von Alendris